Fernverkehr für Westsachsen

Die Region Westsachsen – Ein Ballungszentrum komplett abgehängt

 

Mit 1,4 Millionen Einwohnern, Chemnitz als Oberzentrum und zahlreiche weitere Städte wie Zwickau, Plauen und Freiberg, gilt die Region Westsachsen als ein bedeutendes Ballungszentrum in Deutschland. Zahlreiche international vernetzte mittelständische Unternehmen und sogenannten „HiddenChampions“ wie die KOMSA AG, oder die Stuffbase GmbH prägen die Region und machen diese zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsregionen in Ostdeutschland.

Nicht nur wirtschaftlich hat die Region Westsachsen einiges zu bieten. Mit den Weltkulturerbe Erzgebirge, den Naturpark Erzgebirge-Vogtland und den zahlreichen kleinen und großen Städten mit Ihrer geschichtsträchtigen Industriekultur, zieht die Region Touristen aus aller Welt an.

Trotz der überregionalen Bedeutung, ist Westsachsen mit den Oberzentrum Chemnitz seit 2006 komplett vom Fernverkehr der Bahn abgekoppelt. Ein Zustand der nicht nur in der Bevölkerung für großen Unmut sorgt. So spielt eine gute Bahnanbindung – nicht erst seit der Mobilitätswende eine zunehmende Bedeutung für die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung.

Eine gute Fernverkehrsanbindung hat etwas mit Chancengleichheit und Daseinsvorsorge zutun, beides wurde in Westsachsen vernachlässigt.

Fernverkehr – Garant für gute Regionalentwicklung

Die Welt ist vernetzt, das trifft auch auf unser persönliches Leben zu, ob Arbeit, Freizeit oder Familie, wir sind ständig unterwegs. Entfernungen schwinden und verlieren an Bedeutung. Entscheidend ist die Zeit Entfernungen zu überwinden, Zeit die man benötigt um von der Stadt wo man Arbeitet in die Stadt zu gelangen wo man lebt. Beides sind meist verschiedene Orte und um so wichtiger ist es Regionen und Städte gut miteinander zu vernetzen.

Für diese Aufgabe ist der Bahnfernverkehr das beste Mittel. Schnell, effizient und im guten Takt, kann dieser die Regionen miteinander vernetzen und leistet somit einen enormen Beitrag zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand.

Es ist deshalb kein Zufall, das viele Unternehmen in Ihrer Standortpolitik sehr auf die Faktoren der Verkehrsanbindung und insbesondere auf die Bahnanbindungen achten. So erhöht sich mit einer guten Fernverkehrsanbindung nicht nur die Erreichbarkeit möglicher Kunden und Geschäftspartner sondern auch das Einzugsgebiet möglicher Spezialisten und Fachkräfte, die für das Unternehmen arbeiten können. Flexibilität und Nachhaltigkeit sind dabei für die Unternehmen und Mitarbeiter die Gradmesser einer guten Bahnanbindung. Messbar durch einen dichten Fahrplan-Takt, die Anzahl erreichbarer Städte und Regionen und möglicher Anschlussverbindungen. Das grünste und nachhaltigste Verkehrsmittel ist aber auch eine Grundvoraussetzung für junge kreative Mitarbeiter und Bevölkerungsgruppen.

Die Industrie ist jedoch nur ein Aspekt der wirtschaftlichen Bedeutung einer guten Fernverkehrsanbindung. Besonders Handel, Dienstleister und die Tourismusbranche sind auf eine gute Fernverkehrsanbindung angewiesen. So sind es die Besucher und Touristen, welche überdurchschnittlich hohe Umsätze in die Kassen der zahlreichen Hotels, Restaurants und Geschäfte der Stadt spülen. Dabei spielt es keine Rolle ob Geschäftsreise, Tagestouristen oder Familienurlaub, so manche Innenstadt wäre ohne diese Kundengruppen schon längst wie Ausgestorben. Es kann eine Stadt oder Region noch so interessant sein, wenn sie für ihre Besucher nur schwer erreichbar ist, schwindet die Nachfrage exponentiell. Nicht nur für die wirtschaftliche Stadtentwicklung ist es eine Katastrophe, auch das Image einer Stadt, einer ganzen Region ist maßgeblich von gesellschaftlichen Austausch mit anderen Regionen und Städten abhängig. Findet dieser Austausch nicht statt, können schnell Trugbilder durch Hörensagen entstehen, wodurch das Image weiter leidet.

Erstaunlich ist, das ein Image nicht nur von Innen nach Außen getragen werden kann, sondern sich auch von Außen in das kollektive Bewusstsein der Gesellschaft trägt. So wird das Selbstverständnis und das Selbstbewusstsein maßgeblich von den gesellschaftlichen Umfeld geprägt. Ein Teufelskreis beginnt! Und so spielt nicht nur für die Wirtschaft, sondern insbesondere für die Kultur und die Stadtgesellschaft eine Anbindung an den Fernverkehr eine maßgebliche Rolle für die Entwicklung einer Region.

Fernverkehr Westsachsen – Liniennetz

Mit unserem Konzept Fernverkehr Westsachsen für die Region, setzen wir eine konkrete Forderung an die Verkehrspolitik. Im Vergleich zum jetzigen Fernverkehrsangebot – welches schlicht nicht vorhanden ist – wirkt dieses Konzept wie eine unerreichbare Utupie, stellt aber eine realistische und angemessene Bahnanbindung für die Region Westsachsen dar. Viele aufgeführte Verbindungen sind bereits im Streckennetz der Deutschen Bahn enthalten und müssten nur bis nach Westsachsen verlängert werden!

 

Vorhandene Verbindungen:

  • (Chemnitz -) Gera – Erfurt- Göttingen – Düsseldorf *
  • Norddeich – Bremen – Hannover – Leipzig (- Chemnitz) *
  • Rostock – Berlin – Dresden (- Chemnitz)

*Wir fordern die schnellstmögliche Verlängerung beider Verbindungen in Form des Thüringer-Modells bis nach Chemnitz.

 

Zusätzliche Verbindungen:

  • Chemnitz – Regensburg – München
  • Karlsruhe – Nürnberg – Chemnitz – Dresden

 

Maßnahemen zum Zielnetz „Fernverkehr-Westsachsen“

Verlängerung: Düsseldorf - Erfurt - Gera - Chemnitz

Düsseldorf – Erfurt – Gera – Chemnitz

Anbindung an das Ruhrgebiet und somit an einen der Industriezentren Europas. Obwohl diese Verbindung schon zum Teil besteht und sogar vereinzelt bis in die 95.000 Einwohnerstadt Gera führt, bleibt Chemnitz und Westsachsen von dieser Verbindung abgekoppelt.

Die aktuelle Situation

Eine Verlängerung dieser Verbindung bis nach Chemnitz ist sofort möglich! Die bis Gera verkehrenden IC-Züge werden mit einer dieseelektrischen Lokomotive bespannt und können so die nichtelektrifizierte Verbindung bedienen.

Zielnetz „Fernverkehr-Westsachsen“

Die IC-Linie Düsseldorf-Erfurt-Gera wird über Glauchau – mit direkten Anschluss an Zwickau, bis Chemnitz verlängert und verkehren im durchgehenden Zweistundentakt.

Streckenverlauf

Chemnitz HBF – Glauchau – Gera HBF – Hermsdorf-Klosterlausnitz – Stadtroda – Jena-Göschwitz – Jena West – Weimar – Erfurt – Gotha – Eisenach – Kassel-Wilhelmshöhe – Warburg(Westf) – Altenbeken – Paderborn HBF – Lippstadt – Soest – Hamm(Westf) HBF – Dortmund HBF – Bochum HBF –  Essen HBF – Duisburg HBF – Düsseldorf Flughafen –  Düsseldorf HBF

Vorteile und Chancen dieser Verbindung

Die Verbindung Chemnitz – Düsseldorf ist eine herrausragende Bahnverbindung quer durch die Republik, sie verbindet zahlreiche Großstädte und Industriezentren.Perspektivisch sollte diese Strecke weiter ausgebaut und beschleunigt werden. Eine Verlängerung bis nach Chemnitz ist sofort umsetzbar!

  • Umsetzung sofort möglich
  • Direkte Anbindung mehrerer Industriezentren
  • Umsteigebahnhöfe (Chemnitz HBF – Jena West – Erfurt HBF – Kassel-Wilhelmshöhe – Paderborn HBF – Dortmund HBF – Bochum HBF – Essen HBF – Duisburg HBF – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf HBF)
  • Hohe wirtschaftliche bedeutung
  • In Ergänzung mit der RE-Verbindung Chemnitz – Gera – Erfurt bildet sich eine stündliche Verbindung nach Erfurt.
  • Direkte Anbindung an den internationalen Großflughafen Düsseldorf
  • Verbindet die dichtbesiedelten Regionen Westsachen und Ruhrgebiet
Verlängerung: Norddeich - Bremen - Hannover - Leipzig - Chemnitz

Chemnitz – Hannover – Bremen – Norddeich

Von Chemnitz per Bahn direkt in den Norden. Derzeit existiert diese Verbindung nur zwischen Leipzig und Norddeich, könnte aber mit dem Ausbau und der elektrifiezierung der Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig direkt verlängert werden. Diese Verbindung könnte nicht nur für Urlauber und Touristen von großer Bedeutung sein.

Die aktuelle Situation

Aktuell wird die IC-Linie zwischen Norddeich und Leipzig im Zweistundentakt bedient. Eine Verlängerung bis Chemnitz ist erst ab 2030 angedacht.

Zielnetz „Fernverkehr-Westsachsen“

Diese Verbindung zählt zu einer sofort Umsetzbaren Fernverkehrsverbindung für die Region Westsachsen, so können im Kopfbahnhof Leipzig moderne Dieselelektrische-Lokomotiven angekoppelt werden und bis Chemnitz verkehren. Somit wäre eine schnelle Anbindung der Region Westsachsen an den Norddeutschen-Raum möglich.

Streckenverlauf

Chemnitz HBF – Leipzig HBF – Halle(Saale) HBF – Köthen – Magdeburg HBF – Helmstedt – Braunschweig HBF – Hannover HBF – Nienburg(Weser) – Verden(Aller) – Bremen HBF- Delmenhorst – Hude – Oldenburg(Oldb) – Bad Zwischenahn – Westerstede-Ocholt – Augustfehn – Leer(Ostfriesl) – Emden HBF – Norddeich Mole
(Neue RE-Verbindung)

Vorteile und Chancen dieser Verbindung

Die Nord-Westanbindung für die Region Westsachsen, verbindet Weltkulturerbe Erzgebirge mit den Weltnaturerbe Nordsee und ist damit besoders für Touristen eine gefragte Verbindung. In Norddeich-Mole besteht dabei direkte Anbindung an Zahlreichen Nordseefähren. Auch Wirtschaftlich ist diese Verbindung interessan. So werden die Ballungszentren Chemnitz – Hannover und Bremen direkt miteinader verbunden.

  • schnelle Umsetzung möglich
  • Anbindung an den ICE-Knoten Hannover
  • Umsteigebahnhöfe ( Chemnitz HBF Leipzig HBF, Magdeburg HBF – Brauenschweig – Hannover – Bremen – Emden)
  • hohe touristische Bedeutung


Verlängerung: Rostock - Berlin - Dresden - Chemnitz

Chemnitz – Dresden – Berlin – Rostock

Eine alte bekannte in anderer Form, die direkte Verbindung vom Erzgebirge an die Ostsee dürfte noch vielen bekannt sein. Seit März 2020 verkehrt die neue IC-Verbindung zwischen Dresden und Rostock und verbindet damit die Sächsische Landeshauptstadt direkt an Berlin und Rostock an. Schon jetzt zeichnet sich ab das diese Verbindung besonders bei Touristen sehr beliebt ist. Aber auch Wirtschaftlich bietet diese IC-Linie einen beträchtliches Potenzial. So wird Dresden einen direkten zweitstündlichen Anschluss an den Flughafen BER erhalten.

Die aktuelle Situation

Von Chemnitz an die Ostsee, von Berlin direkt ins Erzgebirge. Für die Region Westsachsen spielt diese Verbindung eine bedeutende Rolle, da nicht nur für Touristen sondern auch für Pendler und Geschäftsreisen eine gute Verbindung in die boomende Haupstadtregion gesichert ist. Aktuell verkehren moderne IC2-Züge zwischen Dresden und Rostock im Zweisstundentakt, eine verlängerung nach Chemnitz über Leipzig ist ohne probleme sofort möglich.

Zielnetz „Fernverkehr-Westsachsen“

Die bestehende IC-Linie sollte sofort von Dresden über Freiberg nach Chemnitz verlängert werden. Diese verlängerung ist dank der gut Ausgebauten Sachsen-Franken-Magistrale sofort möglich. So würde Chemnitz in Verbindung mit der RE-Linie Chemnitz-Elsterwerda-Berlin einen stündlichen Anschluss an die Haupstadtregion Berlin erhalten.

Streckenverlauf

Chemnitz HBF – Freiberg – Dresden HBF – Dresden-Neustadt – Elsterwerda – Doberlug-Kirchhain – Berlin-Schönefeld Flughafen – Berlin Südkreuz – Berlin HBF – Berlin Gesundbrunnen – Oranienburg – Neustrelitz HBF – Waren(Müritz) – Rostock HBF

Vorteile und Chancen dieser Verbindung

Die Nord-Ostverbindung für Westsachsen soll künftig die Tourismusregionen Erzgebirge und Ostsee und die Ballungszentren Westsachsen und Berlin direkt miteinander im Zweistundentakt verbinden.

  • Umsetzung sofort möglich
  • Anbindung an den ICE-Knoten Berlin HBF
  • Umsteigebahnhöfe ( Chemnitz HBF, Dresden HBF, Berlin HBF, Rostock HBF)
  • hohe touristische Bedeutung
  • direkter Anschluss an den Großflughafen BER
  • mit RE-Verbindung stündliche Verbindung zwischen Berlin – Berlin BER und Chemnitz
  • direkter Fernverkehrsanschluss an die Hauptstadtregion Berlin
Neu: Chemnitz - Zwickau - Regensburg - München

Chemnitz – Zwickau – Regensburg – München

Die Verbindung Chemnitz – Regensburg – München ist als Verlängerung der IC-Linie Rostock – Dresden – Chemnitz geplant und verbindet die Region Westsachsen mit den süddeutschen Raum. Durch die hohe Industriedichte in Süddeutschland bietet diese Verbindung großes wirtschaftliches Potenzial für die Region Westsachsen.

Die aktuelle Situation

Aktuell wird Westsachsen nur durch den Regionalverkehr bis Hof angebunden. Durch eine fehlende Elektrifizierung zwischen Hof HBF und München, sind Verbindungen zwischen Westsachsen und Bayern in Hof getrennt. Eine durchgehende IC-Linie wäre mittelfristig nur durch die Verwendung dieselelektrischer Lokomotiven möglich. Eine Elektrifizierung auf Bayrischer Seite ist aktuell geplant, wird jedoch nicht vor 2030 fertiggestellt.

Zielnetz „Regio-Westsachsen“

Die Vergangenheit zeigt wie wichtig eine direkte Verbindung an den Süddeutschen Raum ist, so waren die direkten Dieselverbindungen zwischen Chemnitz und Nürnberg sehr beliebt. Eine Etablierung einer Verbindung zwischen Chemnitz nach München dürfte an dieser hohen Nachfrage – besonders bei Berufspendler – anknüpfen.

Streckenverlauf

(Dresden HBF)- Freiberg – Chemnitz HBF – Zwickau HBF – Plauen – Hof HBF – Schwandorf – Regensburg HBF – Landshut HBF – München HBF

Vorteile und Chancen dieser Verbindung

Nicht nur für die abgehängte Region Westsachsen ist diese IC-Linie von großer Bedeutung. Auch für Ostbayern und Franken bildet diese Verbindung ein wichtiges Rückrat im Fernverkehr. Durch die fehlende Elektrifizierung großer Streckenteile sollten alternative Antriebstechnologien eingesetzt werden. Vorbild hierfür sind Diesel-ICs wie sie in Gera oder im Allgäu eingesetzt werden.

  • Elektrifizierung erst 2030 umgesetzt
  • Anbindung an ICE-Knoten München
  • Umsteigebahnhöfe ( Chemnitz HBF, Regensburg HBF, München HBF)
  • hohe Pendlernachfrage
  • mindestens Stundentakt
  • besseres Bahnangebot für Westsachsen und Ostbayern
  • direkte Anbindung an Süddeutsche Ballungszentren
Reaktivierung: Dresden - Chemnitz - Nürnberg - Karlsruhe

Dresden – Chemnitz – Nürnberg – Karlsruhe

Viele Bahnreisende aus Westsachsen erinnern sich sicherlich an der langsamen Abschaffung der Verbindung Dresden – Chemnitz – Zwickau- Nürnberg. Bekannt wurde die Verbindung durch die extra entwickelten Diesel-ICE 3 (ICE 3-TD), welche nach einiger Zeit auf dieser Linie abgezogen wurden und bis vor kurzen im Verkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen eingesetzt wurden.  Im Jahre 2006 erfolgte die Einstellung dieser für Sachsen und Nordbayern wichtigen Fernverkehrsstrecke, bot diese Verbindung doch eine wichtige Anbindung an den ICE-Knoten Nürnberg und Dresden. Heute fahren die Elektrotriebwagen des VMS bis Hof HBF, von dort aus geht es mit Umsteigen weiter bis nach Nürnberg.

Die aktuelle Situation

Aktuell wird diese wichtige West/Ost-Verbindung nur teilweise durch Regionalverkehr bedient. Eine Reaktivierung im Fernverkehr ist nicht geplant.

Zielnetz „Fernverkehr-Westsachsen“

Als eine der wichtigen Ost/West-Verbindungen sollte diese Fernverkehrslinie reaktiviert werden. So wird das Ballungszentrum Stuttgart über Nürnberg und Westsachsen mit Dresden verbunden. Um für Geschäftsreisende und Berufspendler attraktiv zu werden ist mindestens ein Zweistundentakt, besser noch ein Stundentakt erforderlich.

Streckenverlauf

Dresden HBF – Freiberg – Chemnitz HBF – Zwickau HBF- Plauen ob BF – Hof HBF – Marktredwitz – Nürnberg HBF – Arnsbach – Aalen – Stuttgart HBF – Vaihingen (ENZ) – Pforzheim HBF – Karlsruhe HBF

Vorteile und Chancen dieser Verbindung

Eine Anbindung an den Fernverkehrsknotenpunkt Nürnberg und somit eine bessere Verbindung nach Süddeutschland spielt für die zahlreichen Berufspendler in Sachsen eine entscheidende Rolle. Zudem zählt diese Verbindung in Form der Sachsen-Franken-Magistrale als eine der wichtigsten Ost-West-Bahnverbindungen in Deutschland und Europa.

  • Umsetzung durch neue dieselelektrische Züge möglich
  • Anbindung an den ICE-Knoten Dresden HBF, Nürnberg HBF, Stuttgart HBF
  • Umsteigebahnhöfe ( Dresden HBF, Chemnitz HBF, Zwickau HBF, Plauen, Hof HBF, Marktredwitz und Nürnberg HBF Stuttgart HBF)
  • besonders für Pendler von Bedeutung.
  • mindestens Stundentakt
  • Anbindung an Wirtschaftsraum Südwestdeutschland
  • Anschluss an den Internationalen Bahnverkehr Richtung West- und Südeuropa

Fernverkehr – Thüringer-Modell

Fernverkehr ohne Oberleitung – geht das?

Häufig wird als Grund für fehlenden Fernverkehr die mangelnde Elektrifizierung einiger Streckenabschnitte angegeben. Dabei zeigt das Beispiel der Stadt Gera wie Fernverkehr auch OHNE Elektrifizierung funktioniert. Entscheidend ist der politische Wille und Kreativität.

Besonderer Fernverkehr – das Thüringer-Modell!

Da die Strecke zwischen Erfurt und Gera nur teilweise elektrifiziert ist, wurde Gera für 12 Jahre vom Fernverkehr der Deutschen Bahn abgekoppelt. Nach längeren Verhandlungen und besonderen Einsatz der Landesregierung Thüringen gelang es ein Sonderweg für die Stadt Gera zu finden. So werden ab Erfurt HBF die aus Hessen kommenden IC-Garnituren mit Diesel-Elektrischen-Triebfahrzeugen bespannt, welche die Strecke bis Gera HBF befahren und dort Enden.

Thüringer-Modell ist kein Einzelfall!

Auch im Allgäu gibt es eine solche Variante. So wird der IC 26 (Hamburg – Oberstdorf) sowie der IC 32 (Dortmund – Oberstdorf) abschnittsweise durch Diesellokomotiven betrieben.

Diesel-Fernverkehr für Chemnitz?

Technisch ist die Anbindung Westsachsens, durch ein solchen Fahrbetrieb sofort umsetzbar. So kann die vorhandene Infrastruktur der Erzgebirgsbahn mit Sitz in Chemnitz genutzt werden um die Diesellokomotiven zu betreiben. Auch die Kapazität der Streckeninfrastruktur gibt einen solchen Betrieb mit erhöhter Taktung her. So können folgende Fernverkehrslinien sofort aktiviert werden:

  • Chemnitz – Gera – Erfurt – (weiter nach Düsseldorf)
  • Chemnitz – Leipzig – (weiterfahrt nach Norddeich)

Beide Linien enden in Chemnitz HBF, so können mit nur einem Standort beide Linien mit dieser Variante wirtschaftlicher betrieben und somit verlängert werden.